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Town & Country Stiftung unterstützte das Projekt „Tierisch inklusiv“

Stiftung Town & Country unterstützte das Projekt „Tierisch inklusiv“ beim Verein Preddöhl International

Wer reiten will, muss vorher putzen – das ist das Motto in der tiergestützten Therapie beim Verein Preddöhl international auf dem Hof des Kümmernitztaler Ortsteiles (Amt Meyenburg).

Vereinsmitglied Ulrike Froböse erklärte gestern den Besuchern aus Parchim, wie das Projekt „Tierisch inklusiv“ in der Praxis abläuft, mit dem sich der Verein bei der Stiftung Town & Country um eine Spende beworben hatte. Das Projekt wurde aus 176 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgewählt, erläuterte Peter Westphal von Town & Country.

Er hatte einen symbolischen Scheck über 500 Euro mitgebracht. Auf dem Hof von Preddöhl International verbinden die Mitarbeiter tiergestützte Aktivitäten mit der inklusiven pädagogischen Arbeit mit Kindern mit und ohne Behinderung an. „Wer mit Tieren arbeitet, muss für diese auch Verantwortung übernehmen“, erklärte Ulrike Froböse. „Das lernen die Kinder bei uns.“ Und so kann man die Feriengäste beim Striegeln, Kämmen und Hufe putzen beobachten, bevor sie sich auf den Pferderücken schwingen. Tiere wecken auch bei solchen Kindern Interesse, die Menschen gegenüber sehr verschlossen sind, beschreibt Froböse das Projekt: „Tiere bauen Brücken zwischen sehr unterschiedlichen Kindern und ermöglichen das Kennenlernen, sie urteilen anders als Menschen.“ Weil der Verein bis auf die Einnahmen aus der Beherbergung von Gruppen und Klassen so gut wie keine regelmäßigen Einnahmen hat, ist er auf Spenden angewiesen. Deshalb hatte Ulrike Froböse das Projekt bei der Stiftung eingereicht. „Wir freuen uns jetzt natürlich.“ Denn Tiere für die tiergestützte Therapie benötigen Futter, tierärztliche Betreuung und Training für die Arbeit mit den Kindern. All das muss bezahlt werden.

Peter Westphal konnte sich beim gestrige Besuch von der Arbeit vor Ort überzeugen: Gerade war eine Gruppe Kinder da, die den Umgang mit den Pferden lernte. Town & Country sei ein bundesweit operierender Einfamilienhausbauer, der erst vor drei Jahren eine eigene Stiftung mit Sitz in Erfurt gegründet hat. „Davor waren wir in einem Pool mit vielen anderen großen Firmen organisiert, die Stiftungen unterstützen“, erklärte der Stiftungsbotschafter.

Die firmeneigene Stiftung fördert nun vorrangig benachteiligte Kinder – Kinderheime, Bildungsangebote für sozial schwache Familien, Betreuungsangebote für gewaltgeschädigte Kinder. Pro Bundesland wird außerdem eine einmalige Unterstützung von 5000 Euro ausgelobt, über deren Vergabe der Stiftungsrat entscheidet. „Damit kann man schon ordentlich etwas anschieben, bei dem andere Geldgeber aufspringen könnten“, meinte Westphal. Und vielleicht hat ja das Projekt in Preddöhl dabei auch eine Chance.