Projektbüro HSS Westphal GmbH

Schweriner Chaussee 35
19370 Parchim

Tel.:  03871 / 422 940
Fax:  03871 / 422 941 00
E-Mail: westphalhss-westphalde

KONTAKTFORMULAR

pinterest Google+ Youtube

Projektbüro HSS Westphal GmbH

Energiesparhaus bauen: Energiesparen heißt nicht Geld sparen!

Klimaschutz hat in allen Lebensbereichen Priorität: ob Fernseher, Auto oder die eigenen vier Wände, Energieeffizienz ist Pflicht. Ein häufiges Argument, um den Verbrauchern die Mehrinvestition in kostenintensive Energiespartechnik schmackhaft zu machen ist die Kostenersparnis, aufgrund des geringeren Energieverbrauchs. Insbesondere beim Hausbau gilt genaues Hinsehen, nicht immer bedeutet Energiesparen auch Geld sparen.

Vor einigen Jahrzehnten, als die Ressourcen unerschöpflich schienen, spielte das Thema Energiesparen auch beim Hausbau kaum eine Rolle. Es ging darum seine eigenen vier Wände zu gestalten, gesetzliche Vorschriften in Bezug auf den Energieverbrauch gab es nicht.

Mit der Ölkrise in den 1970er Jahren entstand ein breites Umweltbewusstsein in der Bevölkerung und das Thema Energiesparen begann in allen Lebensbereichen eine Rolle zu spielen. Mit der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung trat das erste Gesetz für energiesparendes Bauen in Kraft. Es wurde im Februar 2002 von der Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst.

„Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Energiespartechnik beim Hausbau immer weiter. Das erste Solarhaus entstand Anfang der 1990er Jahre. Die gesetzlichen Anforderungen werden immer komplexer. Mit der letzten Verschärfung der EnEV zum Jahresbeginn 2016 ist energiesparendes Bauen schließlich zum Standard geworden. Jedes neugebaute Haus ist ein Energiesparhaus, sagt Ihr Peter Westphal, Geschäftsführer der Projektbüro HSS Westphal GmbH und Town & Country Haus Partner in der Region Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Wismar und Schwerin.

Was macht Haus zum Energiesparhaus?

Es gibt verschiedenste Energiesparhaus-Typen. Ob Massivhaus nach EnEV, KfW-Effizienzhaus oder Passivhaus – für Baulaien ist es schwer nachzuvollziehen, welches Energiesparhaus für die individuellen Wohnansprüche das Richtige ist.

„Was ein Haus zum Energiesparhaus macht und was nicht ist nicht fest definiert. In der Energieeinsparverordnung sind Verbrauchswerte festgelegt, die ein Neubau mindestens erreichen muss. Diese sind mittlerweile so streng, dass ein Haus nach EnEV 2016 fast die Energieverbrauchswerte eines bisherigen KfW-70 Hauses erreicht. Das wird wohl ein Grund sein, warum die KfW-Bank die Förderung für diese Energieeffizienzstufe eingestellt hat“, sagt der Hausbau-Experte Westphal.

Die Energieeinsparverordnung und die Förderrichtlinien der KfW schreiben nicht vor, wie die jeweiligen Vorgaben umzusetzen sind. Der Architekt oder Bauträger hat unterschiedliche Möglichkeiten, um den jeweils vorgeschriebenen Jahresprimärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust einzuhalten. Ein Großteil der Bauunternehmen setzt dabei auf kostenintensive Wärmepumpen. Dies hat zur Folge, dass der Hausbau, aufgrund der kostenintensiven Haustechnik, zunehmend teurer wird.

„Zum Erreichen des EnEV-2016 Standards oder einer KfW-Förderstufe muss nicht zwangsläufig mit Wärmepumpe gebaut werden. Bei unseren Massivhäusern versuchen wir stets ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für Bauherren zu schaffen. Auf kostenintensive Heiztechnik soll dabei verzichtet werden“, erklärt Peter Westphal und ergänzt: „Energiesparhäuser müssen auch für Normalverdiener bezahlbar bleiben. Das ist angesichts immer höherer Energiesparstandards eine große Herausforderung. Was nützt es dem Klimaschutz, wenn sich die Menschen ein energieeffizientes Haus nicht leisten können?“

KfW-Effizienzhaus lohnt sich nicht für jeden

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind wichtige Aspekte des Hausbaus. Jedoch spielen für viele Bauherren andere Themen eine ebenso große Rolle zum Beispiel Absicherung, Bauqualität, Bezahlbarkeit und die monatliche Belastung. „Viele Menschen wollen ein Energiesparhaus bauen, weil ihnen versprochen wird, dass Sie damit bares Geld sparen - dank KfW-Fördermitteln und geringeren Energiekosten. Das stimmt aber nur bedingt“, sagt Peter Westphal, Town & Country Haus Partner in Parchim.

Wer beim Hausbau Fördermittel des KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ nutzen möchte, muss entsprechend investieren. „Für ein KfW-55 Haus muss bei Town & Country Haus mit Mehrkosten von mindestens 17.000 Euro gerechnet werden“, sagt Peter Westphal.

Alle Town & Country-Haustypen entsprechen den energetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes. Wer es noch ein bisschen energieeffizienter möchte, kann sein Haus als KfW-55-Effizienzhaus bauen – und somit staatlich fördern lassen. Damit ein Haus diese Bezeichnung tragen darf, muss der sogenannte Primärenergiebedarf 45 Prozent unter den Werten eines Referenzgebäudes liegen.

Generell lässt sich der KfW-55-Standard mit einer guten Dämmung der Fassade und einer umweltfreundlichen Heizung wie etwa einer Luftwärmepumpe erreichen. Auch energieeffiziente Fenster mit Wärmeisolierung spielen eine wichtige Rolle. Als Alternative zum Wärmedämmverbundsystem bietet Ihnen Town & Country Haus ein dickeres Mauerwerk an. Bei Wunsch nach KfW-Förderung werden die 24er-Außenwände auf 36,5 Zentimeter verdickt.

Wenn Sie ein Haus unter energetischen Gesichtspunkten bauen möchten, können Sie abgesehen von Krediten zur Finanzierung des Bauvorhabens sogenannte Tilgungszuschüsse nutzen. Tilgungszuschüsse sind mit dem Förderprogramm der KfW verbunden, das Darlehen vergibt. Die Tilgungszuschüsse werden von der jeweiligen Restschuld abgezogen. Insgesamt kann die Finanzierung so schneller und mit weniger Kosten abgewickelt werden. Bei Neubauten hängt der KfW-Zuschuss vom Energieeffizienzstandard ab. Bei einem KfW-Effizienzhaus 55 sind 15 % der Darlehenssumme tilgbar, maximal 18.000 Euro pro Wohneinheit.